Der norwegische Zoll...

Die Zeit vergeht, das Leben ist wie überall: Es gibt gute und schlechte Tage. Es gibt viel zu tun auf der Arbeit, ich habe angefangen Rufbereitschaft für das Bohrteam zu machen und somit bin ich hin und wieder auch nachts in der Mine.

 

Nachts um 2.00 Uhr in der Mine
Nachts um 2.00 Uhr in der Mine
Blick auf die russische Stadt Nikel
Blick auf die russische Stadt Nikel

 

Zwischenzeitlich ist Timo angekommen. Er wird genauso herzlich und selbstverständlich in unsere Gemeinschaft integriert wie ich und wir kommen sehr schnell in den Genuss von Nines Kochkunst!

Wir revanchieren uns mit einem gemütlichen Abend bei uns mit allerlei kleinen Snacks und einem Schokokuchen. An den Resten der kleinen Snacks essen Timo und ich noch 2 weitere Tage...

 

Wir erweitern täglich das Gebiet für Spaziergänge. Die Region hier bietet so viele verschiedene Möglichkeiten, langweilig wird es da nie und exakt den gleichen Weg kann man eigentlich niemals gehen, da es sowas praktisches wie Wege überhaupt nicht gibt.

 

 

Timo hatte vor seiner Abreise die Hundebetten mit der Post auf den Weg geschickt. Nach einer realistischen Wartezeit von ca. 2 Wochen waren wir bei der Post und haben nachgefragt, ob das Paket aus Deutschland für mich schon angekommen ist. Welch große Freude, mein Paket steht zur Abholung bereit. Die Frau vom Postamt scannt das Paket ab und ich will glücklich nach Hause fahren. Aber nein, ich muss Zoll zahlen! 315NOK (40€)! Für meinen eigenen Kram! Die Postfrau ist selber Deutsche und hatte das gleiche Problem als sie hierhergekommen ist und gibt uns den Tipp, dass man bei der Post das Geld zurück bekommen kann. Wie auch immer, die Zollgebühren muss ich erst mal vorlegen, wenn ich das Paket haben will. Ich zücke meine VISA, die bisher zuverlässig überall funktioniert hat. Hier wird sie nicht akzeptiert. Timo probiert es mit seiner Karte, auch diese wird nicht akzeptiert. Bargeld habe ich nicht mehr genug. Fürs erste also keine Möglichkeit mein Paket zu bekommen.

Am nächsten Tag starte ich einen erneuten Versuch. Da ich ein norwegisches Konto besitze möchte ich das nötige Geld dort abheben. Ich tippe also die erforderlichen Daten in das Terminal ein und... es ist nicht möglich, Geld abzuheben. Der Grund: Keine Internetverbindung zur Bank! Es gibt für mich also keine Möglichkeit an Bargeld zu kommen und somit kann ich mein Paket wieder nicht mitnehmen.

Ich mache einen dritten Versuch: Ich leihe mir Bargeld und endlich darf ich meine Kiste mit nach Hause nehmen.

Ob und wann ich mein Geld nun zurück bekomme weiß ich noch nicht.

 

Um der Misere mit dem fehlenden Bargeld entgegenzuwirken gehen wir also zur Bank, um Euro umzutauschen. Wen wundert nun folgendes: Die Banken hier tauschen kein Geld um! Will man einheimisches Geld muss man an die Minibank gehen und von seinem Konto abheben, was mit nicht zu verachtenden Gebühren verbunden ist!

 

 

Am Wochenende treffen wir uns mit Sandra und Pauline in einer kleinen Hütte an einem See nahe der Mine. Diese Hütte ist in Minenbesitz und jeder Mitarbeiter kann sich den Schlüssel holen und dort Zeit verbringen. Um dort hin zu gelangen folgen wir einem Pfad durch den Wald und werden von Stechmücken und Fliegen gequält. Nachdem wir eine Weile am Lagerfeuer gesessen haben waren auch sämtliche Mücken verschwunden und wir hatten einen sehr idyllischen Abend am Seeufer.

Auf der Heimfahrt müssen wir anhalten und die Stimmung am Langfjord mit der Kamera einfangen.

 

 

 

 

Da der Sommer hier nun endlich Einzug gehalten hat mit teilweise 30°C macht es doppelt Spaß mit Baywatch-Blue Seen und Fjorde unsicher zu machen.

 

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