Ein Tag mit Huskys

Das Wetter ist ein Traum - Sonne und wolkenloser Himmel. Nachdem ich meine Pflicht den eigenen Hunden gegenüber erfüllt hatte und einen schönen Spaziergang durch die Berge gemacht habe werde ich um 10 Uhr von meinem Guide abgeholt. Wir fahren bis nach Svanvik im Pasviktal zu BIRK Husky. Ich bin die Einzige heute, da meine Mitfahrer abgesagt haben. Coole Sache, da ich die Erste in dieser Saison bin, die allein mit dem Guide ne Tour macht ist das wohl recht selten. Den Namen meines Guide habe ich natürlich vergessen. Sie kommt aus Dänemark und war jetzt fast ein Jahr mit den Hunden und Touristen am arbeiten.

 

Als wir mitten in der Wildnis an der Farm ankommen gibts für mich zuerst einen warmen Scooteranzug und Filzschuhe. Gut gerüstet wird das vierbeinige Team zusammengestellt. Die Hunde, es sind insgesamt 49, werden für jede Tour neu gemischt und an verschiedenen Plätzen angespannt. Man möchte ein möglichst harmonisches Miteinander der Hunde und ihnen das Gefühl geben, dass sie alle zum gleichen Rudel gehören und als großes Team arbeiten.

Es werden also 6 Hunde ausgewählt und angespannt. Die Namen der Hunde habe ich selbstverständlich auch vergessen, aber das macht nix. ;-)

Der Anspannplatz
Der Anspannplatz
Einer der beiden 'Leader' - ein absolut souveräner Verlasshund an der Spitze
Einer der beiden 'Leader' - ein absolut souveräner Verlasshund an der Spitze
Kurz vor dem Start
Kurz vor dem Start

Vorne rechts läuft ein Rüde, auf den man sich immer verlassen kann. Er ist ein souveräner Führer, immer auf das Vorwärts und die Anweisungen des Mushers fokussiert.

Die zierliche etwas struppige Hündin an der Spitze ist an manchen Tagen gut ganz vorn und an anderen Tagen lässt sie sich von jeder Kleinigkeit ablenken. ;-) Heute hat sie ihren Job vorn jedenfalls ziemlich gut gemacht finde ich. Nur ein bißchen gefrorene Kacke vom Vortag naschen während der Fahrt...

Die heutige Spitze
Die heutige Spitze
Die Dame mit Konzentrationsproblemen
Die Dame mit Konzentrationsproblemen

In der Mitte laufen eine alte Matrone und ein übermütiger und quirliger Junghund. Die Youngster werden gern neben erfahrenen Hündinnen angespannt während der Lehre, weil die oft wenig geduldig mit ihnen sind und ganz schnell erklären, wie man sich bei der Arbeit zu verhalten hat. Mit 6 Monaten beginnt die Ausbildung für die Welpen. Unser Jungspund ist 11 Monate alt. Mir persönlich ist 6 Monate etwas zu früh um mit dem Schlittenziehen anzufangen. Es ist harte Arbeit für die Hunde, auch wenn sie sich die Arbeit natürlich teilen.

Links der 'Kleine' und rechts die alte Lady
Links der 'Kleine' und rechts die alte Lady

Ganz hinten laufen die Hunde, die am meisten ziehen müssen. Ein Rüde mit recht merkwürdigem Gang, der aber einfach nur laufen will und niemals nicht aufhören würde zu ziehen. Ein echtes Arbeitstier. Dieser Rüde ist auch deshalb weiter hinten besser aufgehoben, weil er es nicht so mit schnellem Umsetzen von Anweisungen des Mushers hat. ;-)

Der zweite Hund ist eine schöne kräftige Hündin, die mich heute am meisten beeindruckt hat. Sie hat einen absolut runden und gleichmässigen Gang, sehr effizient. Des weiteren hatte ich den Eindruck, dass sie die meiste Zugleistung gebracht hat.

Links die Hündin und rechts der Rüde
Links die Hündin und rechts der Rüde

Nun geht es endlich los. Wir teilen uns einen Schlitten, was mir im Schlitten sitzend die Möglichkeit gibt, die Sonne zu geniessen und ein paar Fotos zu machen.

An einer kleinen Hütte im Wald machen wir Pause. Wir machen ein Feuer, grillen Würstchen und trinken Tee. Auch die Hunde bekommen einen kleinen Snack. Unter anderem meinen Fiskekaker... den ich leider nicht runterbringen konnte. Pfui!

Nach der Pause bin ich der Fahrer. Es ist ziemlich anstrengend, aber es macht riesig Spaß. Wir sind kaum losgefahren, da wird es auch schon schwierig. Eine riesige Eisfläche hat sich auf dem Weg gebildet, aber die Hunde machen das souverän und irgendwie hab ich es auch richtig gemacht und wir kippen weder um noch fahren wir uns im umliegenden Tiefschnee fest. Die Fahrt geht mal hoch, mal runter, mal durch den Wald mal über freie Sumpfflächen, mal schnell und mal langsam. Für die Natur habe ich jetzt gar keine Zeit mehr. Nicht weiter schlimm, denn es hat sich mittlerweile zugezogen und die Sonne schimmert nur noch schwach durch die Wolken.

Einer der Daheimgebliebenen
Einer der Daheimgebliebenen
Ein Nickerchen nach getaner Arbeit
Ein Nickerchen nach getaner Arbeit

Nachdem wir wieder zurück auf der Farm sind werden die Hunde abgespannt und aufgeräumt. Dann raus aus dem dicken Anzug und schleunigst nach Hause um die Bilder anzugucken! :-)

 

FAZIT: Jeder der Spaß an und mit Hunden hat sollte nicht zögern, wenn sich eine Gelegenheit bietet, auch wenn es der Preis in sich hat...

 

Auf der Homepage von BIRK Husky gibt es noch mehr schöne Bilder anzugucken.

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